Resilienz ist kein Luxus, sondern ein Must Have!
- sabinebertassi
- 14. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Feb.
5-4-3-2-1-: Ready for Take Off?
als Flugbegleiterin habe ich vor jedem Start und vor jeder Landung die Message "Cabin secured" an die Piloten im Cockpit weitergeleitet. Dadurch war sichergestellt, dass die Passagiere angeschnallt und alle Dinge sicher verstaut waren. Als Bühnendarstellerin war ebenso das, was vor dem Auftritt passierte, entscheidend für den Erfolg jedes Auftritts.
Als Coach und Trainerin in der Hospitality Branche liegt mein Fokus noch immer auf den Vorbereitungen. Aber nicht auf der operativen Ebene, sondern auf der mentalen Ebene. Denn genauso wichtig wie die Ausstattung, die Qualität im Gastronomie Bereich und die Sauberj´keiund das Presi- Leistungs- Verhältnis sind, ist die Freundlichkeit der Mitarbeitenden. Und diese Freundlichkeit zeigt sich nicht in bestimmten Phrasen sondern in der Haltung mit der dem Mitarbeitern Deng ihren Gästen begegnen. dem Gast entgegenbringen ausschlaggebend. zwischenmenschliche Faktor ist in der Hotellerie der
Der Fokus meiner Seminare liegt daher auf der inneren Haltung jedes Einzelnen und auf der Art und Weise, wie im Team miteienander umgegangen wird.
Das Seminar das ich dazu konzipiert bietet daher die Möglichkeit für einen "Check In" mit sich selbst und miteinander. Das Seminar zeigt, wie unterschiedlich jede:r von uns mit Stress umgeht und wie wichtig es ist, Strategien zu entwickeln, um dem Druck, den unser Leben mit sich bringt standhalten zu können. Er ermöglicht, den Fokus bewusst zu setzen, anstatt mit der Aufmerksamkeit ständig hin und her zu springen zwischen den Gästen, dem Team, der Familie, den Finanzen und der Informationsflut seitens Social Media.
Ich bin selbst viele Jahre hin und her gesprungen zwischen verschiedenen Städten, zwischen Job und Familie, zwischen dem Wunsch mich weiterzuentwickeln und dem Wunsch nach Ruhe und Entspannung.
Heute weiß ich, dass ich knapp davor war, in ein Burnout zu schlittern, wenn ich nicht begonnen hätte, an meiner Resilienz zu arbeiten. Wie man man die eigenen Resilient trainieren kann, und warim das heute wichtiger ist denn je, zeigt auch diese Statistik:
➤ Gerade in der Hotellerie geben 70 % der Beschäftigten an, Stress bzw. Überlastung am Arbeitsplatz zu empfinden. Die wenigsten haben jedoch Strategien gelernt, um Stress entgegenzuwirken und psychische Widerstandskraft aufzubauen!
In diesem Blogbeitrag erzähle ich euch, wie mir die 4 Resilienz-Faktoren des wissenschaftlichen fundierten Persolog® Resilienz- Modells geholfen haben, eine, schwierige Situationen zu meistern.
1. Es ist, was es ist. Statt zu versuchen "perfekt" zu sein habe ich irgendwann kapiert: "Ich gebe mein Bestes -unter den gegebenen Umständen, auch wenn das vielleicht nicht dem Idealbild entspricht!" In der Zeit, als ich mit 2 kleinen Kindern berufsbegleitend studiert habe und einen Fulltime-Job mit Reisetätigkleit ausgeübt habe, habe ich begonnen, mir Unterstützung zu holen. Ich habe mir ein Netzwerk an Menschen aufgebaut, die mich unterstützt haben, indem sie meine Kinder zu diversen Veranstaltungen gebracht oder abgeholt haben, während ich auf der Uni saß.
2. Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen. Klingt so selbstverständlich, manchmal ist es aber leichter, anderen die "Schuld" zu geben oder sich als "Opfer" zu sehen. Wir können die äußeren Umstände nicht beeinflussen, aber wie wir darauf reagieren, sehr wohl. Ich habe also nach Wegen gesucht, mein Leben zu gestalten - innerhalb der gegebenen Umstände! Ich habe mich an das erinnert, was ich schon alles bewältigt habe und das hat mir die Zuversicht gegeben. "Selbstwirksamkeit" nennt man das in der Fachsprache und war ein echter Gamechanger für mich. Die Mini-Auszeiten- egal ob eine Stunde Pilates, eine Massage oder einem Lese- Stündchen waren goldwert.
3. Grund-Optimismus entwickeln. „Es wird gut – auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.“ Dieser Satz hat mich durch so manche Phase getragen (Stichwort: Pubertät meiner Kinder… ein Härtetest in Bezug auf Optimismus!) Damals habe ich auch begonnen, in größeren Zeitabständen zu denken. Sind stundelange Diskussionen über das Outfit in 10 Jahren noch relevant?
4. Empathie & Reflexion. Heute, wo meine Kinder erwachsen sind und die Welt erobern, versuche ich von Zeit zu Zeit die Welt mit den Augen der Genz Z zu betrachten und mich in ihr Lebensgefühl hineinzuversetzen. Darüber hinaus schenke ich auch mir selbst Mitgefühl für diese Phase des Loslassens . Ich treibe wieder regelmäßig Sport, nutze Journaling und genieße die Zeit mit meinen Liebsten um so mehr.
Resilienz ist also nichts Abgehobenes, sondern etwas sehr Bodenständiges. Sie ist das kleine „Ja, es geht weiter“ mitten im Chaos, das Augenzwinkern in der Krise und der stille Gedanke: „Ich halte durch – und wachse sogar daran.“
Einer meiner Lieblingssprüche dazu:
👉 "Die schwierigsten Zeiten, bauen oft die stärksten Brücken"- Unbekannt




Wahre Worte voller Ehrlichkeit, die Zuversicht schaffen und wie ein Balsam wirken. Danke für die Offenheit!